Poka-Yoke – Fehlervermeidung in der Logistikautomatisierung
Poka-Yoke (jap. „unbeabsichtigte Fehler vermeiden") ist ein zentrales Prinzip aus dem Lean Manufacturing. Ziel ist es, Prozesse so zu gestalten, dass Bedienfehler technisch ausgeschlossen werden – oder zumindest sofort erkannt und korrigiert werden können. Im Kontext smarter Schließfachanlagen bedeutet das: Falsche Übergaben dürfen gar nicht erst entstehen.
1. Anwendung in Smart Lockern
In automatisierten Übergabe- und Logistikprozessen sorgt Poka-Yoke dafür, dass Nutzer nur die richtigen Aktionen ausführen können. Smart Lockers von TIKI SHARE setzen das Prinzip technisch um: Sensorik, RFID-Identifikation und Plattform-Logik prüfen jeden Schritt vor Freigabe des Faches.
2. Konkrete Beispiele aus dem BVG-Projekt
- Falscher Betriebshof: Versucht ein Techniker, ein Ersatzteil am falschen Standort zu entnehmen, verweigert das System die Freigabe – die SAP-Zuordnung der DESADV-Lieferavis verhindert die Fehlentnahme.
- Zeitüberschreitung: Wird ein Fach nach einer definierten Zeit nicht geleert oder befüllt, eskaliert das System automatisch und benachrichtigt die Logistik.
- Unleserliche Barcodes: Statt einer fehleranfälligen optischen Erfassung identifizieren sich Techniker per RFID-Karte – mehrdeutige Scans entfallen vollständig.
Wie das Prinzip in der Praxis aussieht, zeigt die BVG Case Study mit drei automatisierten Betriebshöfen.
Fehlersicheren Prozess planen?
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