Binzer Bucht: Strandkorbverleih ohne Personal vor Ort

An elf Standorten an der Ostsee wickeln automatisierte Stationen Buchung, Zahlung und Übergabe von Strandkörben ab. Gleichzeitig steht während der Nutzung ein Schließfach zur Verfügung. Aus der bezahlten Buchung entsteht der digitale Schlüssel für ein bestimmtes Fach.

Ausgangslage: Spitzenlast am Strand, Personal als Engpass

Strandkorbverleih ist ein Geschäft mit extremen Spitzen: An einem sonnigen Nachmittag stehen Gäste gleichzeitig an, am nächsten Tag bei Regen kommt niemand. Trotzdem musste bisher zu jeder Öffnungszeit jemand an der Ausgabe stehen.

Die Personalplanung war der eigentliche Engpass, mit zu vielen Stunden bei schlechtem Wetter und zu wenigen Händen bei gutem. Buchungen liefen zudem über Zuruf, Zettel und Bargeld, was die Abrechnung am Saisonende aufwendig machte. Hinzu kam die Verteilung über mehrere Strandabschnitte in der Binzer Bucht, deren dauerhafte Besetzung sich wirtschaftlich nicht getragen hätte.

    Lösung: Buchung, Zahlung und Übergabe in einem Ablauf

    Die Lösung besteht aus wetterfesten Strandkorbverleih- und Übergabestationen direkt am Einsatzort. Gäste buchen per Smartphone, bezahlen digital und erhalten den Zugangscode für genau das Fach mit ihrem Strandkorb.

    Aus der bezahlten Buchung wird ein zeitlich begrenzter digitaler Schlüssel; nach Ablauf der Mietzeit verliert er seine Gültigkeit, die Rückgabe wird beim Schließen des Fachs erfasst. Betrieben wird alles über die TIKI SHARE Plattform, die Buchung, Zahlung, Zutritt und Auslastung in einer Oberfläche zusammenführt. Der Betreiber sieht je Standort, wie lange jeder Strandkorb unterwegs war – nicht nur, dass er vermietet wurde.

      Umsetzung: Elf Standorte, saisonal ausgerollt

      Ausgerollt wurde das System an elf Standorten in und um die Binzer Bucht, beginnend mit den frequenzstärksten Strandabschnitten. Weitere Standorte kamen hinzu, nachdem sich Fachaufteilung und Preislogik im Alltag bewährt hatten.

      Die Stationen arbeiten autark: Strom liefert Solar, die Anbindung läuft mobilfunkbasiert. Damit war kein Bauantrag für Festanschlüsse nötig und die Standorte konnten saisonal angepasst werden.

        Ergebnis: Was sich im Betrieb geändert hat

        Der Strandkorbverleih ist an elf Punkten verfügbar, ohne dass an jedem Punkt Personal steht. Früher Morgen und später Abend sind buchbar geworden – Zeiten, in denen vorher nichts vermietet wurde.

        Zahlung und Buchung laufen digital, die Saisonauswertung entsteht aus den Daten statt aus Belegstapeln. Der Betreiber sieht je Standort, wie lange jeder Strandkorb unterwegs war – nicht nur, dass er vermietet wurde.

        • Elf Standorte in Betrieb
        • Vermietung außerhalb der Öffnungszeiten möglich
        • Abrechnung ohne Bargeld
        • Auslastung je Standort sichtbar

        Häufige Fragen

        Wie viele Standorte gehören zum Binzer-Bucht-Netzwerk?

        Elf Standorte in und um die Binzer Bucht.

        Wie erhält ein Gast Zugang zu seinem Strandkorb?

        Aus der bezahlten Online-Buchung wird ein zeitlich begrenzter digitaler Schlüssel für genau das gebuchte Fach erzeugt.

        Brauchen die Stationen einen Stromanschluss?

        Nein, sie arbeiten autark mit Solarstrom und mobilfunkbasierter Anbindung, ohne Bauantrag für Festanschlüsse.

        Ist der Strandkorbverleih auch außerhalb klassischer Öffnungszeiten buchbar?

        Ja, auch früher Morgen und später Abend sind mittlerweile buchbar.

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